MASTER MASSIVE - WHITE SHADOWS


Label:FIREFLASH
Jahr:2026
Running Time:49:13
Kategorie: Neuerscheinung
 

Was für ein Luxus, gleich vier Sänger sind in der Formation. Der Pressetext nennt Master Massive eine schwedische Kultband. Gegründet wurde die Band vom Gitarrenvirtuosen Jan Strandh, der offensichtlich auch die Gesangs-Parts übernahm. Bis zum Debütalbum hat es aber noch eine Weile gedauert. Erst im Mai 2015 wurde „The Pendulum“ veröffentlicht. „Black Feathers On Their Graves“ folgte im Mai 2020. Nach der Compilation „Time Out Of Mind“ (2022) und einigen Singles folgt nun das dritte reguläre Studiowerk „White Shadows“ – inzwischen mit vier Sängern, wenn man Jan Strandh mitrechnet. Das fast zwölfminütige Monumentalopus „Noah’s Cross“ liefert einen stimmungsvollen und rifflastigen Einstieg. Schlagzeuger Johan Hautajärvi sorgt für die Pace. Nach einem kurzen Break wird es melodisch. Der hohe Metal-Gesang wird von Gitarren-Melodien begleitet. Dass die Band mehrere Sänger hat, ist später deutlich zu hören. Diverse Melodie- und Rhythmus-Wechsel sorgen für Abwechslung. Dazu gibt es immer wieder schnelle und filigrane, teils hektische klingende Gitarren-Passagen.

Auch „Islands And Bells“ wird von harten Riffs eröffnet. Dann wird es ruhig, der Gesang wird von Bass und dezenten Klampfen unterlegt. Zunächst zumindest. Es wird aber zeitweise härter und ein wenig schneller. Auch hier sorgen die Tempo-Wechsel für jede Menge Abwechslung. Und ein erneutes Axt-Solo. „Jonah And The Whale“ ist von Anfang an melodischer ausgelegt. Mit einem treibenden Rhythmus. „Blood On The Floor“ ist eine stampfende Metal-Hymne. Bei „Tantrum Rebellion“ treibt erneut das Schlagzeug, gemeinsam mit den schnellen Riffs, alle Musiker an. „Silver Bullet“ wird von harten schnellen Riffs dominiert. Die Six-Strings galoppieren förmlich und klingen dabei teilweise etwas schräg. Die majestätische Hymne „White Shadows“ bildet den Abschluss. „White Shadows“ ist ein kraftvoll produziertes Metal-Album. Das Songwriting ist abwechslungsreich. Einige der Tracks haben eine kräftige Progressive Schlagseite. Neben den Sängern kann vor allem Gitarrero Jan Strandh immer wieder glänzen.

Note: 8.5 von 10 Punkten
Autor: Erich Robbers


zurück zur Übersicht