MESHUGGAH - IMMUTABLE

| Label: | ATOMIC FIRE |
| Jahr: | 2022 |
| Running Time: | 66:43 |
| Kategorie: |
Neuerscheinung |
So! Jetzt finde ich wohl auch mal heraus, was eigentlich Djent ist. Die Kollegen von Meshuggah sind nämlich nach Ihrem Start als Technical Groove beziehungsweise Thrash Band zu einem der Pioniere des relativ jungen Subgenre mutiert. Kurz dazu: Djent ist laut Wikipedia die Beschreibung für einen bestimmten, hart angeschlagenen, abgedämpften Akkord (der klingt wohl wie das Wort Djent ist also eine Klangnachahmung ähnlich wie „Bäm“ oder „Pow“). Gitarrist Fredrik Thordendal war wohl der Erste der das so gemacht hat und deshalb haben die Schweden eben dieses gewisse Standing in der Szene. „Immutable“ ist das bisher zehnte Studioalbum der chaotischen Krachmacher und das hör ich mir jetzt an. Meshuggahs Sound ist dann auch genau wie man es sich ob der Definition Ihres Subgenres vorstellt.
Es herrscht ein 90er-Vibe der mich immer mal wieder auch an die Glanztaten von Fear Factory erinnert, jedoch ohne die Industrial Versatzstücke, die die Formation in Ihrer Anfangsphase hatte. Meshuggah sind Druck und Aggression und das mit jeder Menge Gefrickel und progressivem Gebretter. Jens Kidman bringt das Mikrofon mit seinen Shouts an die technischen Grenzen, während Mårten Hagström und Fredrik Thordendal mit ihren Riffs und Rhythmen alles in Schutt und Asche shreddern. Die Rhythmus-Fraktion bestehend aus Bassist Dick Lövgren und Schlagwerker Tomas Haake haben ob der Ausrichtung der Kapelle selbst alle Hände zu tun und lassen keinerlei Zweifel daran aufkommen, wie essentiell ihre Arbeit für das musikalische Gesamtwerk ist.
Wegen eben jener Ausrichtung ist es aber tatsächlich schwer einzelne Songs heraus zu picken und als Beispiel zu nennen, zu homogen ist der Sound vor allem bei den Stücken, bei denen die Jungs es krachen lassen. „They Move Below“ aber gefällt mir besonders gut, wahrscheinlich weil der Anfang ruhig und melodisch daherkommt, um dann die grobe Kelle kreisen zu lassen. Die immer wiederkehrenden Motive im genannten Track lassen einen ein ums andere Mal sogar an Stoner oder Psychedelic Tracks denken, da eine gewisse hypnotische Wirkung durch die teilweise annähernd repetitiven Rhythmusläufe nicht von der Hand zu weisen ist. Starkes Teil!
Note: 8 von 10 Punkten
Autor: Dennis Eikenkötter











































